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Apotheke gründen oder übernehmen? Was ist besser?

Lesezeit: ca. 2 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

Gut 20.000 Apotheken gibt es, laut „Zahlen, Daten Fakten 2016“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., in Deutschland. Die Zahl an Apotheken und an Neugründungen in Deutschland sinkt seit 2005 kontinuierlich. Genauso auch die Anzahl an Haupt- und Einzelapotheken, seit die Eröffnung von Filialapotheken zugelassen wurde. Besonders die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) sieht besorgt auf die Entwicklung der Apothekenzahlen. Das erste Mal seit 1980 sank die Anzahl der Betriebe auf weniger als 2.000 Stück.

Gründen oder Übernehmen - Stellenangebote in der Apotheke
Wofür soll man sich nur entscheiden? - CC0, pexels.com

Das Sinken der Apothenanzahl in den vergangenen Jahren ist auf die aufkommende Rentenwelle zurückzuführen. Mehr als 35 Prozent der Apothekeninhaber sind älter als 55 Jahre. So wird jeder dritte Apothekeninhaber in den nächsten 5 Jahren in Rente gehen und freie Stellen für aufstrebende Apotheker schaffen. Besonders Apotheken in ländlicheren oder abgelgerenen Gegenden haben immer größere Schwierigkeiten Nachfolger zu finden, wenn der jetztige Apothekeninhaber in Rente geht. So bleiben viele mögliche Standorte für erfolgsversprechende Apotheken unbesetzt.

Frauen gründen lieber als Männer

Die Zahlen der Apobank zeigen, dass Männer deutlich häufiger übernehmen als Frauen und Frauen lieber gründen als zu übernehmen. So erfolgten zwei Drittel der Übernahmen durch das männliche Geschlecht, während knapp 60 Prozent der Neugründung von Frauen getätigt wurden. Durchschnittlich investieren Frauen bei Übernahmen 365.000€, Männer 633.000€. Beide nehmen außerdem noch Betriebsmittelkredite in Höhe von 86.000€ und 101.000€. Die deutlich höheren Investionen bei Männern kommen daher, dass sie wohl lieber umsatzstarke und technisch besser aufgestellte Apotheken kaufen. Dies führt natürlich zu höheren Preisen. Für Neugründungen werden im Schnitt 480.000€ investiert.

Man sieht: im Schnitt kostet eine Neugründung und eine Übernahme ungefähr das gleiche, wenn man den Durchschnitt von Männern und Frauen bei Übernahmen zieht. Im Gesamten werden im Jahr deutlich mehr Übernahmen als Neugründungen durchgeführt. 83% der Apotheker entscheiden sich für eine Übernahme.

Warum eine eigene Apotheke?

Die Selbständigkeit ist besonders für Apotheker interessant die schon seit einigen Jahren im Beruf sind und nun nach neuen Herausforderungen oder Chancen suchen. Auch der durchschnittliche Gewinn von 136.000€, laut ABDA, überzeugt. Statistiken belegen, dass lediglich 10% der Apotheken-Schließungen daher rühren, dass der Inhaber insolvent geht.

Ist die Übernahme einer Apotheke nicht einfacher?

Die Übernahme einer schon bestehenden Apotheke birgt Vor- und Nachteile. Ein bestehender Kundenstamm, laufende Rezeptverträge und der vorangegangene Erfolg können das Risiko der Selbstständigkeit erheblich senken. Die Übernahme eines bereits eingespielten Teams ist zudem deutlich einfacher, als auf Angestelltensuche zu gehen.
Veränderungen und eigene Vorstellungen zu implementieren ist jedoch schwierig, wenn Werte und Verhaltensmuster bereits Jahre bestehen. Hier kann die Neugründung einer Apotheke deutlich attraktiver sein. Auch bedeutet die Neugründung einen erheblichen Mehraufwand bei der Einrichtung und Ausstattung, dem Aufbau von Netzwerken und der Personalsuche. Gerade auf dem heutigen Personalmarkt, der besonders in ländlichen Gebieten mehr als wenig qualifizierte Bewerber bietet, kann dies ein Argument gegen eine Gründung sein.

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