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Der Deutsche Apotheker Service stellt vor: Apotheker Friedrich Sertürner - Entdecker des Opiums

Lesezeit: ca. 2 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

4.1 / 5 aus 29 Abstimmungen

In Neuhaus in der Nähe von Paderborn wurde Friedrich Wilhelm Sertürner 1783 geboren. Sein Vater, ein Landmesser und Wegebaumeister, verstarb bereits als er 15 Jahre alt war. Trotz der ländlichen Verhältnisse besuchte Sertürner die Schule und erhielt naturwissenschaftlichen Unterricht von seinem Vater. Seine Pläne beruflich in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, scheiterten an seinem frühen Tod.

Friedrich Wilhelm Sertuerner war Apotheker
Friedrich Wilhelm Sertürner by: Wikipedia

Quelle: Wikipedia - Wilhelm Sertürner

Wissenschaftlicher Erfolg in jungen Jahren

Mit 16 Jahren begann er daher in Paderborn die Lehre zum Apotheker. Bereits kurz nach Abschluss seiner Ausbildung begann Sertürner aus der Droge Opium das Schmerzmittel Morphin zu isolieren. Er untersuchte dessen Wirkung an Mäusen und Hunden und benannte es nach dem griechischen Gott des Traumes Morpheus, da der Hund, an dem er den Wirkstoff testete, stets nach Gabe des Wirkstoffes einschlief. Den einschläfernden Anteil extrahierte und entfernte er, um seine Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Textes erst an den Inhaber des „Journals der Pharmacie“ zu senden, überarbeitet dann an die „Annalen der Physik“.

Erst mit der zweiten Veröffentlichung und der Übersetzung seines Textes ins französische, fand seine Entdeckung Beachtung. Da die Chemiker stets angenommen hatten, dass pflanzliche Wirkstoffe nur als Säuren vorliegen, entging ihnen die Entdeckung des Morphins, das zu den alkalischen pflanzlichen Wirkstoffen gehört. Neben dem französischen Physiker Gay-Lucssac und Goethe, die seine Leistung schon früh erkannten, verlieh die Universität Jena ihm 1817 die Doktorwürde.

Seine berufliche Laufbahn als Apotheker

1806 trat Sertürner als Mitarbeiter in die Rats-Apotheke in Lübeck ein. Als Einbeck dann auf Befehl des Königs Napoleons dem Königreich Westphalen zugeteilt worden war, konnte er, aufgrund der eingeführten Gewerbefreiheit, ein Patent zur Errichtung einer zweiten Apotheke in Einbeck erwerben. Nach guten zehn Jahren musste er diese Filiale jedoch wieder aufgeben und verlor seine berufliche Existenz, da im Zuge des Sturzes der französisch-westfälischen Regierung, auch die Gewerbefreiheit wieder aufgehoben wurde.

Er blieb in Einbeck und widmete sich in den folgenden Jahren seinen wissenschaftlichen Arbeiten, veröffentlichte Chemiebücher und gründete eine wissenschaftliche Zeitung. 1821 erwarb er dann die Rats-Apotheke in Hameln, wo er, bis zu seinem Tod 20 Jahre später, arbeitete. Im gleichen Jahr heiratete er und gründete eine Familie mit sechs Kindern. Er starb an einer Gicht-Erkrankung, die er selbst mit Morphium linderte.

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