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Deutsche sind unzufrieden mit der Arzneimittelversorgung

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Die Deutschen sind unzufrieden mit der derzeitigen Arzneimittelversorgung. Jeder Dritte wünscht sich mehr fachliche Beratung, wie aus einer Umfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller [BAH] hervorgeht, die am 31.01.2017 veröffentlicht wurde.

Unzureichende Arzneimittelversorgung in der Apotheke
Arzneimittelverordnungen sorgen durchaus für Unklarheiten - CC0, pexels.com

Patienten verlassen sich auf Anweisungen des Arztes

Die meisten Menschen, rund 95 Prozent, richten sich bei der Einnahme von Medikamenten nach den Anweisungen des Arztes und des Apothekers, mit rund 70 Prozent. Lediglich 61 Prozent sieht sich überhaupt den Beipackzettel an. Deshalb wünschen sich die Patienten auch eine bessere Beratung und mehr fachliche Ratschläge für die richtige und sichere Einnahme von Medikamenten.
Geschlechterspezifische Unterschiede, bei der Eigenrecherche von Informationen zu Arzneimitteln wurden ebenso herausgestellt. Während Frauen häufiger ihr persönliches Umfeld wie Freunde und Bekannte nach Rat fragen, recherchieren Männer lieber im Internet.

Medikationsplan wird von Ärzten nicht ernst genommen

Auch mit dem Medikationsplan sind die Patienten bisher unzufrieden. So konnte das Düsseldorfer Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) bereits in den ersten Monaten nach der Einführung am 1. Oktober 2016 116 Patienten zum Thema Medikationsplan befragen. Dies berichtete die Ärzte Zeitung im Januar. Dabei mussten sie feststellen, dass zwar 70 Prozent der Patienten den Nutzen des Medikationsplans auf hoch oder sehr hoch einstuften, jedoch das Thema scheinbar nicht so ernst wie nötig von den Ärzten genommen wird. Bei der Bewertung wie die Ärzte mit dem Thema umgehen resultierte ein Schnitt von 2,3, bei einer Skala von 0 bis 10. Hierbei stand 0 für „Der Arzt hat den Plan schnellstmöglich, kommentarlos und nebenher erstellt“ und 10 für „Der Arzt hat sich Zeit genommen und begleitende Informationen/Erklärungen gegeben“.
Natürlich gilt zu beachten, dass die Fallzahl nur sehr klein ist und Patienten sich eher äußern, wenn sie unzufrieden sind, trotzdem spiegelt das Ergebnis, dass der Medikationsplan nicht anzukommen scheint. Dies mag unter anderem daran liegen, dass der Medikationsplan zusätzliche Bürokratie für den Hausarzt bringt, die außerdem noch äußerst schlecht bezahlt wird. Wozu aber der Medikationsplan wenn er nicht richtig genutzt wird?

Bereit sim Mai 2016 sagte der Chef der Bundesapothekerkammer Andreas Kiefer „Ein Medikationsplan ohne begleitende Medikationsanalyse und kontinuierliches Medikationsmanagement ist zu kurz gesprungen. Ein Medikationsplan in Papierform alleine verbessert die Arzneimitteltherapiesicherheit nicht und kann nur ein erster Schritt sein“. Die Apotheker sind in die derzeitige Erstellung und Führung nur peripher eingebunden, trotzdem es doch ihr Fachgebiet ist. Eine gemeinsame Medikationsanalyse, anschließend an die Ausstellung des Plans, würden zu einem erfolgreichen und umfassenden Medikationsmanagement führen.

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