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Ein Blick in die Welt der PKA: Stefanie zeigt auf Instagram ihre Apothekenwelt

Jennifer Schulte-Tickmann von Jennifer Schulte-Tickmann
Lesezeit: ca. 8 Min. | Beitrag vom :

Inhaltsverzeichnis:


PKA gelten im Apothekenteam eigentlich als unverzichtbar: Schließlich besitzen sie die kaufmännische Ausbildung und haben das gesamte Backoffice im Blick, was bei den PTA und Apothekern durch den pharmazeutischen Schwerpunkt wegfällt. Trotzdem werden oftmals PTA für die Aufgaben der PKA eingesetzt, einige Apotheken bilden sogar gar keine PKA mehr aus. Wie wichtig aber der Einsatz von PKA ist, haben wir mit Stefanie, besser bekannt unter ihrem Instagram Namen pka_apotheke, im Interview besprochen. Stefanie liebt ihren Job als PKA und wir freuen uns, dass sie uns jeden Tag mit in ihren Apothekenalltag nimmt.

Hey Stefanie, aka PKA_apotheke, schön, dass du dir für unserer kleine Fragerunde Zeit genommen hast. Stell dich doch gerne einmal kurz vor.

Hallo, mein Name ist Stefanie, ich bin 38 Jahre alt und seit 20 Jahren ausgelernte PKA. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder, mit denen ich gemeinsam in Langgöns bei Gießen lebe. Ich liebe es, in der Apotheke zu arbeiten - vor allem und am liebsten im Backoffice.

Auf Instagram gibst du ja super spannende Einblicke aus deinem Alltag als PKA. Was hat dich damals motiviert, den Weg als PKA einzuschlagen?

Mir ist in der Vergangenheit aufgefallen, dass es oftmals nur Profile von PTAs und nicht für PKAs gab, was ich sehr schade fand. Da kam mir die Idee, dass ich einfach damit anfange, einfach ein bisschen über meinen Apothekenalltag zu berichten und PKA-Azubis ein wenig zu unterstützen. Durch Instagram habe ich dann auch ganz viele weitere PKAs kennengelernt. Mittlerweile gibt es auch schon ganz viele Profile in den Sozialen Medien, wodurch wir die Möglichkeit haben, uns untereinander regelmäßig auszutauschen. Gemeinsam wollen wir dadurch vermehrt Aufmerksamkeit auf den PKA-Beruf lenke, den Menschen ins Gedächtnis rufen, dass es uns in der Apotheke gibt und daran arbeiten, dass der Beruf nicht in Vergessenheit gerät. Viele Menschen kennen den PKA-Beruf nicht einmal, da wir oft eher im Hintergrund arbeiten. Deswegen war und ist es mir einfach wichtig, dass ich ein bisschen zeige, was so im Hintergrund einer Apotheke passiert. Durch den Zuwachs an weiteren Profilen sind wir mittlerweile eine schöne, große Community geworden, die sich für den spannenden Beruf einsetzt.

Weiter- und Fortbildungen für PKA

Du hast ja nicht nur die “klassische” Ausbildung als PKA absolviert sondern auch nach dem Abschluss noch spezifische Weiterbildungen gemacht. Welche sind das und wie können sich PKA am besten informieren, wenn sie sich auch weiterbilden oder sich zusätzliche Qualifikationen aneignen möchten?

Genau, ich habe direkt nach der Ausbildung die Weiterbildung zur Chefeinkäuferin gemacht und im Lauf der Jahre kamen dann noch weitere Weiterbildungen dazu. Ich hab z. B. auch einen Wundfachberater gemacht und einen Aktionsmanager, bin daneben auch für die Inkontinenzversorgung bei uns in der Apotheke zuständig und Mitgestalterin des Qualitätsmanagements. Informationen über die Weiterbildungen findet man eigentlich überall. Den Wundfachberater und den Chefeinkäufer habe ich beispielsweise über das AMI gemacht, das Apotheken Management Institut. Die Ausbildungen dazu dauern ca. ein halbes Jahr und laufen per Fernstudium mit anschließenden Prüfungen. Mir hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht, weil man nochmal mehr zur Apotheke und deren Abläufe erfährt.

Was gehört zu deinen liebsten Aufgaben im Apotheken-Alltag?

Zu meinen liebsten Arbeitstätigkeiten in der Apotheke gehört ganz klar alles, was im Backoffice anfällt: von der Anforderung von Rezepten und der Inkontinenzberatungen und -versorgung über den Einkauf und Wareneingang bis zur Einholung von Genehmigungen. Da sind wirklich viele Aufgaben dabei, die bei uns PKAs liegen, gerade, wenn es z.vB. um die Lagerwirtschaft geht. Meine persönliche Leidenschaft ist es, mit Zahlen zu arbeiten - das macht mir ganz viel Spaß und ich hoffe einfach, dass es den Beruf noch Ewigkeiten geben wird.

Und was magst du vielleicht eher weniger?

Da kann ich ehrlicherweise wirklich nichts zu sagen, denn mir macht alles in der Apotheke Spaß.

Stefanie als PKA in ihrer Apotheke.
Auf Instagram nimmt Stefanie ihre Follower mit in den Alltag eine PKA und gibt dabei spannende Einblicke in den Beruf.

Was die Apotheke jetzt für PKAs machen kann

Bereitet dir irgendetwas in der Apothekenbranche Bauchschmerzen? (Bspw. der Rückgang an Vor-Ort-Apotheken, Nachwuchsprobleme) Und was könnte vielleicht unternommen werden, um die Situation wieder auf den geraden Weg zu rücken?

Gerade der Rückgang der Apotheken vor Ort verursacht schon ein wenig Kopfzerbrechen, genauso wie die Nachwuchsprobleme. Es gibt inzwischen viele Apotheken, die PKAs nicht mal mehr ausbilden, weil oftmals eine PTA mit den Aufgaben betraut wird. Da wäre es natürlich schön zu sehen, wenn Apothekeninhaber den PKA-Beruf weiterhin fördern oder auch wieder mehr berücksichtigen würden und in Betracht ziehen, dass der Beruf für die Apotheken wichtig ist. Es wäre einfach wünschenswert und wunderbar, wenn der PKA-Beruf wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen würde.

Gibt es Themen, über die du auf deinem Instagram-Kanal am liebsten berichtest? Vielleicht merkst du ja auch bei bestimmten Themen, dass diese sehr gefragt und interessant für deine Community sind und viele Reaktionen auslösen - welche sind das bspw.?

Auf meinem Instagramkanal gibt es insgesamt verschiedene Themen, ganz allgemein rund um die Apotheke. Insgesamt betrachtet gibt es keine speziellen Berichte oder Themen, die ich gezielt ansprechen. Ich rede wirklich gerne über allgemeine Arbeiten und lasse gerne einen kleinen Einblick da. Mir ist wichtig, dass wir insgesamt Spaß an der Arbeit haben.
Ein Herzensthema meinerseits ist das Thema Fortbildungen und, dass es in dem Bereich mehr Möglichkeiten geben sollte - dahingehend mache ich meist auch etwas mehr Werbung, weil mir das persönlich sehr wichtig ist. Ich habe zusammen mit Frau Marcella Jung von der Jungakademie die PKA-Offensive gestartet. Da sind mittlerweile über 25 Module verfügbar. Angeboten werden dort Fortbildungen, die speziell auf PKA ausgerichtet sind. Daran habe ich ein bisschen mitgewirkt und Frau Jung ist dort die treibende Kraft, die die Module anleitet. Die Module machen wirklich viel Spaß und sind sowohl online als auch in Präsenz abzuschließen. Dazu gibt es dann auch die Möglichkeit, sich die Fort- und Weiterbildungen im Nachgang nochmal anzuschauen. Mit speziellen Lizenzen erhalten Teilnehmer einen Zugang zu den Videos nach der Veranstaltung, sodass sie nicht in Echtzeit vor ihren Computern sitzen müssen.
Weiter- und Fortbildung ist insgesamt einfach ein wichtiges Thema für mich: Wir PKAs sollten weiterhin geschult werden und wieder vermehrt Möglichkeiten dazu bekommen. Deswegen bin ich der Frau Jung auch sehr dankbar, dass wir zusammenarbeiten konnten und diese tolle PKA-Offensive gestartet ist und auch sehr gut angenommen wird.

PKAs sind aus dem Apothekenalltag nicht wegzudenken und leisten einen super wichtigen Job, gerade im Backoffice-Bereich. Dennoch sind manche Apotheken der Ansicht, dass ja auch PTA einfach die Aufgaben von PKA übernehmen können. Was macht für dich jedoch die Einstellung einer PKA unverzichtbar? Wobei entlasten PKA des Rest des Teams?

Ich finde es sehr schade, dass PTAs teilweise die Aufgaben von PKAs übernehmen müssen oder sollen. Ich finde es nicht wirklich gerecht. Meiner Meinung nach hat eine PTA schon eine harte Ausbildung durch die Vollzeitschule, viel Lernzeit und den großen pharmazeutischen Anteilen, was wir als PKAs ja nicht haben. Wir haben ja nur einen kleinen pharmazeutischen Anteil in unserer Ausbildung, da unser Schwerpunkt die kaufmännische Ausbildung ist - auch ein ganz wichtiges Thema in der Apotheke. Ich denke, eine PTA kann die Einblicke, die wir dort als PKA gewinnen, gar nicht richtig haben, weil der Fokus in deren Ausbildung ein ganz anderer ist. Und ich finde es wichtig, dass die Apotheker uns PKAs auch einfach mal machen lassen, bspw. wenn es um das Thema Einkauf geht. Diesen können wir als PKA problemlos übernehmen, viele Inhaber haben ja ähnlich wie die PTAs keine kaufmännische Ausbildung. In dem Sinne entlasten wir PKAs ja auch das gesamte Apothekenteam. Letztlich sind wir Ansprechpartner für alles und zu jeglichen Fragen, die das pharmazeutische Personal hat.
Ich fände es natürlich schön, wenn Inhaber die PKAs ihren Aufgaben nachgehen lassen würden, damit wir auch einfach zeigen können, was in uns steckt. Es gibt wirklich viele gute PKAs, sodass PTA in ihrem Bereich arbeiten können. Selbstverständlich freuen wir uns aber auch immer, wenn PTAs uns aushelfen. Wir haben im Backofficebereich wirklich viel zu tun und freuen uns auch mal über Unterstützung.

Was macht eine gute PKA aus

Magst du uns vielleicht 3 Argumente nennen, warum es sich auf jeden Fall lohnt, eine Ausbildung als PKA anzufangen?

Für mich sind das drei Eigenschaften des Berufs: Er ist wirklich toll und dazu sehr abwechslungsreich und er macht mir einfach sehr, sehr viel Spaß.
Wer wirklich Freude am Umgang mit Zahlen hat und gerne einen Alltag hätte, der jeden Tag etwas anders ist, der sollte unbedingt eine Ausbildung als PKA anfangen.

Welche Eigenschaften sollte man deiner Meinung nach mitbringen, um als PKA arbeiten zu können?

Als PKA sollte man auf jeden Fall teamfähig sein. Wenn es Konflikte im Team gibt, sollte man im Stande sein, diese lösen zu können. Man sollte Zahlen lieben und vielleicht auch einen kleinen Ordnungsdrang haben. Ich zum Beispiel finde es wichtig, dass eine Apotheke immer ordentlich und aufgeräumt ist. Und am Ende ist es einfach wichtig, menschlich zu sein.

Wenn du dir irgendetwas für das Berufsbild PKA in Zukunft wünschen könntest, was wäre das?

Ich würde mir für die Zukunft wirklich wünschen, wie vorhin auch schon mal erwähnt, dass Apothekeninhaber uns weiter im Bereich Weiterbildung und Zusatzqualifikation fördern. Und, dass sie uns machen lassen. Sehr wichtig ist aber auch, dass Inhaber dran bleiben und PKA weiterhin ausbilden.

Vielen, vielen Dank Stefanie, dass du uns deine wertvolle Zeit geschenkt hast und uns etwas über deinen Apothekenalltag verraten hast. Es wird sehr schnell deutlich, mit welcher Passion du deinen Job als PKA nachgehst. Wer gerne einen Blick in Stefanies PKA-Welt werfen möchte, sollte unbedingt ihrem Instagram-Kanal pka_apotheke folgen.
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Ein Beitrag von:
Jennifer Schulte-Tickmann

Jennifer Schulte-Tickmann verantwortet beim Deutschen Apotheker Service das Content Marketing.

     

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