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10 Gründe Apotheker zu werden

Lesezeit: ca. 5 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

Die Pharmazie hat viel zu bieten. Nach einem 5-jährigem Pharmazistudium bekommt man einen gut bezahlten Job in der Apotheke oder der Industrie. Der Artikel „Pro und Kontra Pharmaziestudium“ der Pharmazeutischen Zeitung zeigt, dass trotzdem nur jeder 30. Abiturient, der auch studieren möchte, an ein Pharmaziestudium denkt. Wie kommt das? Schauen wir zunächst erstmal auf die Tätigkeiten eines Apothekers - danach geben wir Ihnen 10 überzeugende Gründe, warum es sich lohnt die Karriereleiter eines Apotheker empor zu klettern.

Gründe Apotheker zu werden
Warum Apotheker werden? - CC0, pexels.com

Was macht ein Apotheker?

Der Beruf eines Apothekers oder einer Apothekerin umfasst eine breite Palette interessanter Aufgaben, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die Gesundheit von Erkrankten und Patienten wiederherstellen und fördern. Als Kunde kennen wir ihn als Berater im weißen Kittel, der Rezepte annimmt, Medikamente rausgibt und individuelle Mixturen anfertigt. Daneben beinhaltet der Arbeitsalltag eines Apothekers aber noch weitaus mehr Tätigkeitsfelder:

  • Warenwirtschaft
  • Sicherung der Qualität von Arzneimittel
  • Blutdruck- oder Blutzuckermessungen
  • Je nach Stellung in der Apotheke sind Apotheker Filialleiter oder Besitzer, wo dann auch kaufmännische Kenntnisse von Bedeutung sind
  • viele weitere

Dabei ist es auch nicht so, dass grundsätzlich jeder Apotheker in einer Apotheke zum Einsatz kommt. Auch in Krankenhäusern, in pharmazeutischen Industrien, der Bundeswehr oder auch an Universitäten. Die Möglichkeiten sind vielfältig - der Arbeitsmarkt für Apotheker groß und sicher. Warum aber sollten Sie Apotheker werden - wir verraten es Ihnen:

1. Apotheker helfen Menschen

Der tägliche Umgang mit Menschen, denen man mit ihren persönlichen und individuellen Problemen weiterhilft ist ein deutliches Argument für die Arbeit als Apotheker. Hierbei hat man nicht immer nur eine beratende Funktion. Man ist auch eine Vertrauensperson, die für Verantwortung und Wissen steht. 83% der Bürger haben ein hohes Vertrauen in die Apotheker, laut „Zahlen, Daten, Fakten“ der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA.

2. Niedrige Arbeitslosenquote in der Apothekenbranche

Lediglich rund 1,7 Prozent der ausgebildeten Pharmazeuten sind als arbeitslosgemeldet. Eine beeindruckende Quote. Aufgrund des demographischen Wandels wird sie voraussichtlich sogar noch weiter sinken, denn mit dem steigenden Alter der Gesellschaft vergrößert sich auch die Nachfrage nach Arzneimitteln, während das verfügbare Personal sinkt. Rund 15.000 Studenten sind aktuell an deutschen Hochschulen im Bereich Pharmazie eingeschrieben und laut Berechnungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) werden auch alle einen Job in den 19.000 Apotheken Deutschlands finden.

3. Attraktives Gehalt für Apotheker

Mit rund 3529 Euro Einstiegsgehalt im Monat ist auch der monetäre Faktor überzeugend für eine Stelle in einer Apotheke. Diesem sind, durch die potenzielle Übernahme einer Apotheke, keine Grenzen nach oben gesetzt. Je mehr Erfahrung Apotheker besitzen, desto höher steigt das Gehalt eines Apothekers.

4. Bedarf nach Apothekern steigt

Der Beruf des Apothekers wird immer wichtiger: immer weniger Medikamente sind rezeptpflichtig und werden somit auf Ermessen des Apothekers verkauft. Hierbei ist es wichtig die Einsatzbereiche und Wechselwirkungen zu kennen. Auch bei Multimedikation, die häufig bei älteren Patienten auftritt, ist dieses Wissen unerlässlich. Ebenso nimmt der demographische Wandel Einfluss auf den steigenden Bedarf an Apothekern. Damit einher geht eine erhöhte Nachfrage nach Beratung und Betreuung von Patienten.

5. Karrierechancen durch Übernahme einer Apotheke

Die Selbstständigkeit bietet einem, vor allem nach mehreren Jahren im Beruf, neue Herausforderungen und Chancen und so auch die Möglichkeit sich selbst zu entfalten und weiterzuentwickeln. Auch der durchschnittliche Gewinn von 162.000€ eines Geschäftsführers überzeugt. Dabei können sich Apotheker entscheiden, ob sie eine eigene Apotheke gründen, als Filialleiter fungieren oder eine bereits etablierte Apotheke übernehmen möchten.

6. Aufstiegsmöglichkeiten in Apotheken durch Personalmangel und Rentenwelle

Mehr als 35 Prozent der Apothekeninhaber sind älter als 55 Jahre. So wird jeder dritte Apothekeninhaber in den nächsten 5 Jahren in Rente gehen und freie Stellen für aufstrebende Apotheker schaffen.

7. Familienfreundliche Arbeitszeiten und einfacher Wiedereinstieg

Über 70 % der in öffentlichen Apotheken angestellten Pharmazeuten sind weiblich. Die Arbeit in der Apotheke mit durchschnittlich 38,5 Wochenstunden lässt sich wunderbar mit der Familienplanung vereinbaren und bietet gute Wiedereinstiegsmöglichkeiten. Auch Teilzeit-Modelle sind Gang und Gebe im Apothekenalltag und bieten so die Möglichkeit sich in den ersten Jahren auf die Kindererziehung konzentrieren zu können.

8. Auch in Krisen ist der Apotheken Job sicher

Die Aussicht auf einen Job in der Apotheke, auch in Krisenzeiten, bestärkt vor allem in unsicheren Zeiten Pharmazie zu studieren. Der Beruf des Apothekers ist und wird immer gebraucht werden und bietet so ein sicheres Einkommen und die Aussicht auf beruflichen Erfolg.

9. Naturwissenschaften anwenden

Das Pharmaziestudium ist optimal um seine Interessen in Chemie, Biologie und Medizin in einem Studiengang zu verbinden und in der Praxis anzuwenden.

10. Abwechslungsreiche Tätigkeit

Für viele mag der Apotheker als ein Verkäufer im weißen Kittel wirken, der Rezepte einlöst und Medikamente sortiert. Doch er ist viel mehr als das: Noch immer stellt er in seinem Labor individuelle Rezepturen für einzelne Kunden her. Auch muss er die Wechselwirkungen von Medikamenten im Auge behalten und dient als erster Ansprechpartner bei Fragen zu jeglichen Arzneimitteln.

Der Job des Apothekers bietet also ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit täglich neuen Herausforderungen. Genauso sicher wie der Arbeitsplatz sind auch die Aufstiegschancen, die vor allem jungen Studierenden wichtig sind. Trotzdem ist er genauso gut mit einer Familienplanung und Teilzeit-Arbeitsmodellen vereinbar.

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